Geschichte

1931 Am 7. September 1931 wird der Tischtennisclub Basel gegründet. Zu dieser Zeit steckt der Tischtennissport noch in den Kinderschuhen. Der internationale Tischtennisverband ITTF wurde nur fünf Jahre zuvor ins Leben gerufen. Der Schweizer Tischtennisverband wurde gar erst einen Monat später am 12. Oktober 1931 gegründet. Tischtennis wurde parallel zum Tennis (in der Form die wir heute kennen) gegen Ende des 18. Jahrhunderts von den Engländern erfunden. Die führende Nation zu Beginn der internationalen Meisterschaften war jedoch Ungarn.

Zarko Dolinar im Jahr 1955.

1941 Während den Kriegsjahren wird wenig Tischtennis gespielt, aber es wird gespielt. Der Club besteht aus zehn zuverlässigen von total 46 Mitgliedern. Unschöne Szenen prägen diese Zeit. So wird beispielsweise der damals zuständige Kassier E. Marzolf von Deutschland in Gefangenschaft genommen. Sein Schicksal wurde nicht weiter dokumentiert. 

1942  Erstmals findet die vereinsinterne Clubmeisterschaft statt. René Compas, ein gebürtiger Franzose aus dem Elsass, holt den Titel. Hätte er wohl gedacht, dass dieser Titel auch noch 80 Jahre später vergeben wird?

1961 Das 30. Jubiläumsjahr überlebt der Verein nur knapp. Nach dem Rücktritt gestandener Vorstandsmitglieder, die den TTC Basel über Jahrzehnte hinweg geführt hatten, macht sich eine Leere breit, die nicht so einfach gefüllt werden kann. Es bedarf einer ausserordentlicher Generalversammlung und einer Fusion mit dem damals neu gegründeten TTC Etoile um sich über Wasser zu halten. Die kommenden Jahre sollten jedoch Besserung bringen.

1963 Der Herren Doppel Weltmeister von 1954, Zarko Dolinar, beendet seine Karriere mit dem TTC Basel als letzte Station. Das Schweizer Fernsehen widmete ihm und seinem unglaublichen Werdegang einen Bericht, in welchem auch unser Verein vorkommt.

1965 Der TTC Basel holt seinen ersten grossen Titel und wird Schweizer Meister in der Damen Nationalliga A. Wer unsere Farben vertreten hat, ist bis anhin leider unbekannt.

1974 Neun Jahre nach dem ersten grosserfolg doppelt die erste Damenmannschaft nach. Theresia Földy, Beatrice Hubacher (Bea Keller) und Edith Schwartz gewinnen den Schweizermeistertitel in der Damen NLA. Mit diesem Sieg qualifizierten sie sich insbesondere für die erste Runde des Cup der Landesmeister (heute Champions League) im Zuge dessen unsere Damen gegen Sparta Prag antreten dürfen. Die Tschechinnen erweisen sich jedoch als zu stark.

1976 Yvette Braun wird Schweizermeisterin bei den Schülerinnen (U15) in allen Kategorien. Ein Jahr später wiederholt sie das Kunststück im Einzel und Mixed Doppel.

1978 Das legendäre "Späckbrättli" Turnier erlebt seine Geburtsstunde. An diesem vereinsinternen Turnier, das jeweils um den Jahreswechsel herum stattfindet, wird mit einem "Späckbrättli" Tischtennis gespielt. Es wird heute noch im alten Modus gespielt. Das heisst die Sätze gehen auf 21 Punkte. Das erste Späckbrättli Turnier konnte Martin Hafen gewinnen, damals Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft und führender Spieler des TTC Basel.

Edith Schwartz, Theresia Földy und Beatrice Hubacher (von links nach rechts).

Markus Frutschi und Martin Hafen im Clublokal mit der Cup Trophäe.

1981 Im 50. Jubiläumsjahr schafft Martin Hafen zusammen mit Markus Frutschi die Sensation und gewinnt mit dem "Coupe Suisse" den bis anhin wichtigsten Titel für den Verein. Damals wurde im Schweizer Cup noch in Zweiermannschaften gespielt. Heute spielen jeweils die bestens sechs Spieler der teilnehmenden Clubs gegeneinander.

1982 Benny Braun gründet die Clubzeitung "Noppe-Poscht". Sie wird 20 Jahre lang Bestand haben mit Beni als Chefredaktor und erst durch das Internet abgelöst werden.

1989 Der TTC Basel wird Mannschaftsschweizermeister in der Kategorie Benjamine und kann diesen Erfolg in den darauffolgenden Jahren in der Kategorie Schüler bestätigen. Die prägenden Nachwuchsspieler dieser Zeit waren Stjepan Curic, Reto Müller und Beat Hagmann zusammen mit ihrem Trainer Sandor Olaszy. Letzterer war massgebend beteiligt an der bis dato erfolgreichsten Zeit des Vereins und brachte zahlreiche Nachwuchshoffnungen hervor.

1989 Roland Heinzelmann wird Schweizermeister im Einzel O50.

1990 Stefanie Keller wird Schweizermeisterin im Mädchen Einzel in der Kategorie Benjamine (U13). Spätestens jetzt hatte sich die Familie Keller den Legendenstatus erarbeitet. Stefanie konnte ein Jahr später in der Kategorie Schülerinnen (U15) sogar noch nachdoppeln und in sämtlichen Kategorien den Schweizermeistertitel gewinnen.

2002 Zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte gewinnt die erste Damenmannschaft den Schweizermeistertitel in der Damen Nationalliga A. Führende war die kroatische Nationalspielerin Sandra Paovic zusammen mit Tini Schmid, Gaby Wüest und Stefanie Keller.

2003 Gaby Wüest gewinnt an den 70. Schweizermeisterschaften in Muttenz Gold im Damendoppel mit Melanie Eggel und Gold im Mixeddoppel mit Akos Maklari.

2004 Die erste Damenmannschaft steigt aus der NLA ab, nachdem Sandra Paovic nicht mehr länger für Basel spielen darf. Der Kroatischen Tischtennis Verband hat andere Pläne mit ihr. Ausserdem wird Gaby Wüest Schweizermeisterin bei den Damen im Einzel. Der Titel wird ihr jedoch im Nachhinein aberkannt aufgrund eines positiven Dopingtests (auf Cannabis). 

Gaby Wüest, Peter Schoch (damals Präsident des TTC Basel), Tini Schmid, Sandra Paovic und Stefanie Keller nach dem Titelgewinn 2002.

Cynthia wird Schweizermeisterin vor Nina Tulli und Elisa Di Venuto.

2005 Nur ein Jahr nach den Damen verabschieden sich auch die Herren aus der obersten Spielklasse. Sportlich gesehen beginnt in diesen Jahren eine lange Durststrecke. 

2011 Karim Ayadi wird zusammen mit Thilo Vorherr vom TTC Pratteln Schweizermeister im Knaben Doppel U18.

2022 Die erste Herrenmannschaft um Karim Ayadi, Yannis Gisler, René Dahms und Jonas Müller steigt in die Nationalliga C auf. Nach über 16 Jahren schlägt der TTC Basel wieder auf der nationalen Bühne auf. 

2023 Cynthia Lilly wird Schweizermeisterin im Einzel bei den Damen U19. Nach grossen Erfolgen im Vorfeld am Ranglistenturnier Top8 konnte sie ihre Leistung bestätigen und ihre noch junge Karriere bereits krönen mit einem der wichtigsten Titel im Schweizer Tischtennis.